Kraeutergarten (Serie 1)

Hallo zusammen,
möchtest Du dich umschauen in meinem Kräutergarten?
Hier wachsen alle tollen Kräuter, die Mutter Natur uns für die Küche zur Verfügung stellt.
Es riecht nach frischer feuchter Erde und die Kräuter erstrahlen in ihrem schönsten Grün.
Heute möchte ich dir das erste Kräuterbeet vorstellen. In diesem wachsen, Dill, Petersilie, Schnittlauch und Kresse.

Dill

Dill ist ein Gewürzkraut und gehört zur Pflanzenfamilie der Doldenblütler. Ursprünglich wurde Dill nur als Heilkraut verwendet, da Dill eine sehr mildernde und beruhigende Wirkung nachgesagt wird.

Saison
Die Saison für Dill liegt zwischen Juni und September. Seine Blütezeit liegt zischen Juli und August. Da Dill eine einjährige Pflanze ist, muss sie jedes Jahr neu ausgesät werden.

Standort und Lagerung
Der beste Standort für Dill ist ein sonniges Plätzchen, welches windgeschützt ist. Zur bestmöglichen Unterstützung des Wachstums sollte Dill in einem aufgelockerten Boden mit hohem Humusanteil (=Erde, Erdboden). Die Aussaat des Dills wird ab April im Freien begonnen, in der Wohnung auf der Fensterbank ab März. Man sollte bei Dill darauf achten, dass die Samen mit etwas Erde bedeckt sind, da Dill ein Dunkelkeimer ist. Dill ist sehr empfindlich und sollte regelmäßig gegossen werden. Dill sollte wegen seiner Anfälligkeiten in Bezug auf Pilze und Schädlinge nicht in der Nähe von Kartoffeln, Schnittlauch oder Gartenzwiebeln gepflanzt werden. Diese ziehen Nematoden(=Fadenwürmer) an. Allerdings hält Dill auch Schädlinge wie den Kohlweissling sowie teilweise auch Blattläuse fern.Dill wird gern in Kombination mit Gurken, Tomaten oder mediterranen Kräutern wie Rosmarin, Thymian oder Salbei verpflanzt, da diese Kräuter als natürliches Schädlingsmittel wirken können.Dill kann man sehr gut einfrieren. Aroma und Geschmack bleiben erhalten, genau wie beim Trocknen. Einfrieren ist zwecks des Geschmacks vorzuziehen.

Verwendung
Dill eignet sich nur gut für Fischgerichte, sondern auch für Eier, Kartoffeln oder als Gewürz für Salate. Dill eignet sich auch hervorragend als Fermentationskraut. So kennt man Dill beispielsweise aus den Gewürzgurken oder auch in Kombination mit fermentierten Karotten beziehungsweise Möhren.

Wirkung
Dill wirkt beruhigend und lindernd. So kann er sehr gut als Tee zubereitet werden, um krampfartige Magenbeschwerden lindern zu können oder auch Blähungen und allgemeinen Magenprobleme können gelindert werden. Dem Tee können auch Fenchel- oder Kümmelsamen beigemischt werden. Diese können eine leicht harntreibende Wirkung haben.

Bei stillenden Müttern kann er den Milchfluss fördern.

Ungesüßt kann er gegen Schluckauf helfen. Zudem kann er als natürliches Schlafmittel dienen. Er wird dann zusammen mit einem Löffel Honig verabreicht.


Petersilie

Petersilie ist ein bekanntes Küchenkraut und gehört zur Familie der Doldenblütler. Petersilie ist lecker uns gesund, dennoch sollte der übermäßige Verzehr vermieden werden. Bei übermäßigen Verzehr kann die Petersilie schädlich sein. Schwangere sollten auf dieses Küchenkraut verzichten, da dieser Doldenblütler auch auf die Gebärmutter wirken kann. Auch die Samen der Petersilie sollten nicht verzehrt werden, diese sind giftig.In der freien Natur sollte man lieber die Finger von diesen Wildkräutern lassen, denn sie kann sehr leicht mit Hundspetersilie verwechselt werden. Der Verzehr der Pflanze kann zu tödlichen Ursache führen und gilt als stark giftig!

Saison
Die Saison für Petersilie ist ganzjährig sofern Blätter vorhanden sind. Die Aussaatzeit findet in Oktober bis Mai statt. Die Blütezeit ist während Juni bis August.

Standort und Lagerung
Die Petersilie hat einige Erwartungen für ihren optimalen Standort. Sie bevorzugt sonnige Standorte, die jedoch nicht den ganzen Tag besonnt werden. Halbschattige Standorte sind auch möglich, können aber zu einen geringeren Ertrag führen. Der Boden sollte nährstoffreich sein, leicht feucht, etwas kalkhaltig und gut durchlässig. Lehmige Böden sollten mit etwas Sand durchmischt werden. Wird die Petersilie im Topf oder Kübel aufgewachsen, so kann eine gute fertige Kräutererde genutzt werden, diese sollte man gegebenenfalls noch etwas Nachkalken.

Die Aussaat sollte am Besten im Mai im Freiland oder zwischen März und April erfolgen. Die Samen benötigen Wärme, um sich optimal versorgen zu entwickeln. Im Abstand von 15cm wird ein Samen etwa 3 cm in die Erde gedrückt. Da Petersilien zu den Dunkelkammern gehören, sollten die Samen unbedingt mit Erde bedeckt werden. Bis das erste Keimblatt erscheint können bis zu vier Wochen vergehen. Der Boden sollte immer leicht feucht gehalten werden. Die Petersilie kann das ganze Jahr geerntet werden, wenn diese auf der Fensterbank gehalten wird. Im Freien kann sie, je nach Wetterbedingungen, zwischen März und September geerntet werden. Das Kraut wächst schnell nach und sollte bei der Ernte von unten abgeschnitten werden. Falls die Petersilie im Freien überdauern soll, muss beachtet werden, dass sie im zweiten Jahr blüht. Das Aroma blühender Petersilie ist meist schwächer. Empfohlen wird fortlaufend nachzusehen, so dass immer frischer Nachschub vorhanden ist.

Verwendung
Petersilie gilt als Würzkraut. Sie sollte möglichst frisch verwendet werden. Lange Kochzeiten gilt es zu vermeiden, da dies zur Verringerung des Aromas führt und Einbußen der Vitamine zur Folge hat. Am Besten die Petersilie direkt über die Gerichte streuen oder kurze Zeit mit kochen lassen. Der Geschmack von Petersilie ist würzig und intensiv.

Petersilie eignet sich gut für diverse Salate oder als Bestandteil für Saucen, Pesto oder Kräuterbutter sowohl als auch Kräuterquark. Auch zu Suppen und Fisch- oder Fleischgerichte passt die Petersilie. Auch als Dekoration für Kartoffelspeise kann die Petersilie verwendet werden bzw. gestreut werden.

Wirkung
Petersilie gilt als Heilkraut neben der kulinarischen Verwendung. Die Petersilie enthält zahlreiche Mineralstoffe wie Eisen, Zink, Kalium und Magnesium sowie Vitamine A, B und C.

Die Petersilie galt bei den alten Griechen als Aphrodisiakum sowie zur Stärkung von Soldaten. Im Mittelalter galt Petersilie als Heilkraut gegen Nasenbluten, gegen Magenbeschwerden sowie bei Harnsteinen.

Im Kräuterbuch von P.A.Matthioli wird empfohlen die Petersilie mit etwas Honig zu vermischen oder in einer Erbsenbrühe anzurichten.

Bei äußerer Anwendung kann Petersilie bei Linderung von Hautproblemen helfen wie Schuppen der Kopfhaut oder trockener, schuppiger Haut am Körper. Zu diesem Zweck wird ein Tee aus Petersilie gebrüht und die betroffenen Zonen an Haut und Haupt mit dem Aufguss behandelt. Der Tee findet ebenfalls Verwendung bei Insektenstichen. Die Wirkstoffe der Petersilie können die entstehende Entzündung am Einstich abklingen lassen.

Vorsicht besteht bei Petersilie in der Schwangerschaft, da dass enthaltende ätherische Öl „Apiol“ bewirkt, dass die Muskeln im Unterleib angeregt werden und somit die Wehen vorzeitig auslösen kann. Allerdings sei nach dem Schweizer Arzt Paracelsus gesagt: „Allein die Dosis macht’s, dass ein Ding kein Gift sei.“ Da der Inhaltsstoff Apiol auch auf den Darm und die Blase wirkt, wird Petersilie eine verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt sowie bei Blasen- und Harnwegsproblemen. Menschen mit Nierenproblemen sollten mit dem Verzehr von Petersilie achtsam sein.


Schnittlauch

Schnittlauch ist ein klassisches Küchenkraut. Schnittlauch ist eine mehrjährige, ausdauernde Pflanze. Schnittlauch bringt durch seinen zwiebelartigen Geschmack eine angenehme Würze vor allem in Eierspeisen und Salate.

Saison
Die Hauptsaison für Schnittlauch ist Mai bis September. Hier entfaltet sich das volle Aroma und der Geschmack von Schnittlauch am Besten.

Standort und Lagerung
Der optimale Standort für Schnittlauch ist eine helle und sonnige bis halbschattige Stelle im Freiland oder auf der Fensterbank in der Wohnung. Schnittlauch ist sehr pflegeleicht und stellt wenig Anforderungen. Zum Wachstum ist ein humoser Boden mit lehmig-sandigen Anteilen (guter Mischboden) geeignet. Der PH-Wert sollte bei 6-7 liegen. Eine regelmäßige Wasserzufuhr ist für Schnittlauch optimal. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanze nicht unter Wasser steht. Also lieber nicht zu viel des Guten. Achten sollte man auf eine gute Drainage bei Haltung im Topf z.B. können Blähton, Perlite und Lava am Boden des Topfes verwendet werden.

Mit der Aussaat beginnt man ab Mitte Februar im Haus, im Freiland eher Ende März. Die Samen können in einer Reihe oder punktuell ausgesät werden, letztere bilden später sogenannte büschelweise wachsende Schnittlauchhorste, die winterhart sind. Schnittlauch ist ein Kaltkeimer und benötigt für etwa eine Woche eine Kälteperiode von ca. 5 bis 9 Grad. Bei der Anzucht im Haus sollten daher kältere bzw. ungeheizte Plätze bevorzugt werden.

Da Schnittlauch ein Dunkelkeimer ist, sollten die Samen mit etwa 2 cm Erde bedeckt werden. Bis sich die ersten Schnittlauchtriebe gebildet haben, vergehen an die zwei Wochen.

Geerntet wird Schnittlauch so gut wie ganzjährig. Schon kurze Zeit nach der Aussaat entwickeln sich die ersten Halme, die man ernten kann, sobald eine Höhe von mindestens 10 cm erreicht worden ist. Die Halme werden ca. zwei Zentimeter über dem Boden abgetrennt. Neben den Halmen können auch die Blüten geerntet und gegessen werden.

Verwendung
Um das besonders intensive Aroma zur völligen Entfaltung zu bringen, sollte man die Halme fein zerschneiden (mit der Küchenschere oder dem Messer). So können mehr ätherische Öle freigesetzt werden.

Am Bekanntesten ist Schnittlauch in der Kombination mit Eierspeisen, sei es als Omelette, Spiegelei, Eiersalat oder Rührei. Ein ebenso guter Genuss bietet sich bei Salaten, Sour Cream, Kräuterdips, Kräuterbutter, Kräuterquark, Mayonnaise, Kartoffelsalat oder zu sämigen Suppengerichten. Zum Verzehr sind auch die Blüten vom Schnittlauch geeignet und haben eine lauchige Note. Gerade zu Sommersalat sind diese ein echter Hingucker.

Darauf achten sollte man, dass Schnittlauch temperaturempfindlich ist und eher nicht gekocht werden sollte.

Schnittlauch ist auch sehr gut für die Tiefkühltruhe geeignet, jedoch nicht zum Trocknen.

Wirkung
Schnittlauch entfaltet seine gesundheitsfördernde Wirkung, wenn er roh verzehrt wird. Die enthaltenen Senföle im Schnittlauch haben eine positive Wirkung auf die Verdauung. Sie können Blähungen lösen und wirken appetitanregend. Schnittlauch wirkt antibakteriell, schleimlösend bei Husten und kann gegen hohen Blutdruck wirken. Aufgrund des Kaliumvorkommens im Schnittlauch kann es zu einer harntreibenden Wirkung kommen. Ebenso wird dem Schnittlauch eine blutreinigende Wirkung nachgesagt, die jedoch nicht so stark in der Wirkung ausfallen soll wie beim Knoblauch.

Die Inhaltsstoffe im Schnittlauch, die antimikrobiell wirken können sind Diallylsulfid, Disulfid und Diallytrisulfid-Verbindungen. In einigen Studien wird nachgesagt, dass Schnittlauch das Risiko zur Bildung von Prostatakrebs senken kann. In Verbindung mit anderen Lauchgewächsen wurden auch krebsschützende Eigenschaften vor Tumoren im Gastrointestinaltrakt (z.B. Magenkrebs) beobachtet.


Kresse

Die Kresse ist bekannt auch unter Brunnenkresse oder Gartenkresse. Sie hat einen scharf-würzigen Geschmack, welches sie als ideales Würzkraut in der Küchen werden lässt.
Die Kresse gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse.


Saison

Kresse kann man frisch ganzjährig ernten.

Standort und Lagerung
Der optimale Standort für die Kresse ist ein gut halbschattiger Platz. Die Kresse stellt keine sonderliche großen Anspruch für den Boden. So wächst und gedeiht sie sogar gut auf einen Küchentuch oder einem Stück Watte oder Stoff.
Lediglich auf Kälte reagiert die Kresse empfindlich. Sie verträgt keine Temperaturen unter 0 Grad.

Verwendung
Kresse bietet sich optimal zur Verfeinerung von Suppen, Soßen oder Kräuterquark an. Auch zu Salat schmeckt die Kresse hervorragend. Kresse sollte frisch und nicht erhitzt verzehrt werden, um das Aroma, den Geschmack und die Wirkungsweise zu erhalten.

Wirkung
Die Kresse ist ein richtiges Superfood. Sie enthält reichlich viel Vitamin C und Mineralstoffe, sowie wie Glucosinolate. Diesem Inhaltsstoff wird eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs nachgesagt. Die Kresse wirkt harntreibend. Die Kresse ist bekannt dafür den Appetit anzuregen und kurbelt den Stoffwechsel an. Sie kann gegen Entzündungen der Harnorgane helfen.
Ebenso kann die Kresse die Atmung erleichtern und bei Asthma zur Linderung verhelfen.

Bei stillenden Müttern kann die Kresse die Milchbildung anregen.

Quelle:
[1] http://www.kraeuter-buch.de
[2] http://www.heilkraeuter.de

Wichtiger Hinweis

Die in diesem Artikel und dem gesamten Pflanzenlexikon aufgeführten Hinweise zur Verwendung der einzelnen Pflanzen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen. Bevor Sie diese Pflanzen verwenden, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker konsultieren. Diverse Pflanzen und deren Inhaltsstoffe können in Verbindung mit bereits eingenommenen Medikamenten schwere Nebenwirkungen verursachen. Eine fachliche Beratung erhalten Sie nur von Ihrem Arzt. Sie muss vor der Einnahme der hier vorgestellten Pflanze erfolgen.